Hilfe für mittellose Patienten

von Frauke Utzerath

Die Menschen in Sierra Leone, vor allem die aus den Dörfern,  haben es nicht immer leicht in das nächstgelegene Krankenhaus zu kommen. Wenn sie dann schließlich einen Weg gefunden haben, reicht manchmal das Geld für benötigte Medikamente nicht mehr aus. Diese sogenannten „desitute cases“ (mittellose Menschen) gibt es immer wieder. Fälle wie diese bleiben auch in Makeni im Krankenhaus nicht lange unbemerkt und so werden wir relativ zügig von Ärzten oder Krankenschwestern darüber informiert.

In Absprache mit dem Management erarbeiten wir dann für jeden dieser Patienten ein individuelles Konzept. Oft übernimmt die Klinik die operative Behandlung, sofern nötig, und Cap Anamur unterstützt die Patienten mit Medikamenten.

Genau so ein Fall ist der 14-jährige John. Er ist im Dezember 2016 beim Spielen mit seinen Freunden sehr ungeschickt auf den Rücken gefallen und hat sich dabei zwei Wirbel in Höhe des Bauchnabels gebrochen. Im Krankenhaus angekommen, hat man durch Röntgen und weitere Untersuchungen herausgefunden, dass nicht nur die Wirbel verletzt sind, sondern auch das darin liegende Knochenmark betroffen ist und er somit ab diesem Tag querschnittsgelähmt sein wird. Dadurch, dass die Nervenstränge im Knochenmark nicht komplett durchtrennt waren, war er in der Lage Wärme und Kälte an den unteren Extremitäten zu fühlen, jedoch nicht, seine Beine eigenständig zu bewegen. John war die ersten Wochen noch auf der Intensivstation und konnte dann stabil weiterverlegt werden auf die Chirurgische Station für Männer.

Nach und nach traten bei John Komplikationen auf, die bei einer solchen Erkrankung häufiger vorkommen, so zum Beispiel eine Blasenentzündung. Diese waren mit den richtigen Medikamenten glücklicherweise immer schnell in den Griff zu bekommen. Für solche Patienten ist ein regelmäßiger Positionswechsel sehr wichtig, um ein wundliegen zu verhindern. Leider war John nicht sehr begeistert auf der Seite zu liegen und er hat es geschafft, sich immer wieder von selbst auf den Rücken zurück zu drehen. Nach kurzer Zeit entstand so leider am Steiß eine relativ große Wunde, weitere kleine Wunden zog er sich an den Füßen zu.

Im April 2017 haben wir dann einen festen Lagerungsplan für ihn erstellt, nach dem er stündlich von einer auf die andere Seite gedreht werden sollte. Außerdem wechselten wir regelmäßig seinen Verband. Mit Hilfe von Kissen konnte man variieren, wie steil er auf der Seite lag. Mit viel gutem  Zureden hat er es dann gut akzeptiert und auch verstanden, wie wichtig das alles für ihn ist. Hierbei konnten wir sehr gut die Krankenschwestern der Station zum Thema Wundversorgung  und Lagerung fortbilden, sodass sie nach ein paar Wochen in der Lage waren, alles selbstständig durchzuführen. Dadurch konnten wir seinen Hautzustand erheblich verbessern und Infektionen verhindern.

Die Familie von John ist in der Zwischenzeit immer weniger zu Besuch gekommen und nach einer Weile ist nur noch die Großmutter einmal im Monat da gewesen. John ist den Krankenschwestern nach dieser langen Zeit sehr ans Herz gewachsen. Sie haben ihr bestes gegeben und auch häufig für ihn mit gekocht, damit er eine abwechslungsreiche Ernährung bekommt.

Im Juni 2017 konnte John dann nach Hause entlassen werden. Die Großmutter hatte einen Transport besorgt und wir haben ihn dann sicher im Auto positioniert. Mit ein paar Verbandsmaterialien, Medikamenten und mit einem Rollstuhl ausgestattet, stand dem Leben im Dorf nichts mehr im Wege und alle haben ihn mit Tränen in den Augen verabschiedet. Seine Großmutter und das ganze Dorf kümmern sich jetzt liebevoll um ihn und geben sich große Mühe, sein Leben so normal wie möglich zu gestalten.

Bei solchen Erfolgsgeschichten freut man sich natürlich und ist immer wieder froh, wenn man durch die Gabe von Medikamente schlimme, lebensbedrohliche Infektionen verhindern kann. Wir werden weiterhin die mittelosen Familien mit benötigten Medikamenten versorgen, sodass wir solche schönen Momente so oft wie möglich erleben dürfen.

Welt-Sichelzellanämie-Tag

von Dennis Wellmann

Am 19. Juni 2006 initiierten die Vereinten Nationen einen Gedenktag für die an Sichelzellanämie erkrankten Menschen. Die Sichelzellanämie gehört zu den am weitesten verbreitenden Erbkrankheiten, die ganz besonders häufig im Afrika südlich der Sahara vorkommt.

Bei der Erkrankung handelt es sich, vereinfacht gesagt, um Fehlbildungen der roten Blutkörperchen, die u.a. für den Transport von Sauerstoff zuständig sind. Es werden daher nicht genügend gesunde Blutkörperchen produziert. Der Name der Krankheit hat ihren Grund in der charakterlichen Sichelzellform der fehlgebildeten Blutkörperchen.

Generell sind die Prognosen für Erkrankte nicht gut. Bei mangelnder Versorgung erreichen die Kinder kaum die Pubertät. Auch bei medizinischer Versorgung liegt das erreichte Durchschnittsalter bei 20 bis 30 Jahren. Momentan wird an einer medikamentösen Therapie geforscht, die es Patienten ohne Aussicht auf eine Knochenmarktransplantation ermöglicht, ein weitestgehend beschwerdefreies Leben zu führen. Dabei ist darauf zu achten, dass körperlicher Stress, Kälte und Infektionen zu vermieden werden.

Auch in unserem Straßenkinderprojekt werden wir mit dieser schrecklichen Krankheit konfrontiert. Eines Morgens standen zwei Jungen vor unserer Eingangstür, von denen einer wie der wandelnde Tod aussah. Der 12jährige Hassan, spindeldürr, kurzatmig und erkennbar schwach auf den Beinen, hat sich mit letzter Kraft bis zu unserem Heim durchgekämpft. Nach eigener Aussage lebt er seit sechs Monaten auf der Straße. Sein Begleiter, ein 13jähriger Junge, hat ihn beim Gehen unterstützt. Er war in großer Sorge um seinen Freund. Nachdem die Jungs aufgenommen wurden, haben wir uns speziell um die Versorgung von Hassan gekümmert. Im Vordergrund standen Schmerzbekämpfung, Wundversorgung und eine ausreichende Ernährung mit Kalorien und Vitaminen. Wichtig bei diesen Patienten ist auch, dass sie warm gehalten werden, um zu vermeiden, dass sich die Blutgefäße verengen. Denn das kann bei den Erkrankten schnell zu einem Schlaganfall führen.

Glücklicherweise hat sich Hassans Gesundheitszustand schnell wieder stabilisiert. Gleichzeitig konnten wir in Freetown auch einen Spezialisten für Sichelzellanämie ausmachen. Zusammen arbeiten wir nun daran, Hassan mehr Lebensqualität zu schenken.

 

Regenzeit in Sierra Leone

Von Simone Ross

In Sierra Leone hat die Regenzeit begonnen. Noch sind es kurze, teils heftige Regenschauer, manchmal mit starkem Gewitter. Die Häufigkeit und die Intensität der Niederschläge werden in den kommenden Wochen noch zunehmen, bis sie im Juli und August ihren Höhepunkt erreicht haben. Pfützen, kleine Wasseransammlungen und Tümpel auf den teilweise nicht asphaltierten Straßen werden zum optimalen Nährboden für Stechmücken und Fliegen. Auch die Anopheles-Mücke fühlt sich jetzt besonders wohl – sie ist Überträgerin der lebensbedrohlichen Malaria-Parasiten.

Bei Malaria Tropica kann es zu extrem hohen Fieberschüben kommen. Nicht selten über einen längeren Zeitraum über 40° Celsius. Zusätzlich können, besonders bei Kindern, Blutzuckerschwankungen und dadurch bedingte Krämpfe auftreten. Bei vielen Patienten führt es außerdem zu einer extremen Blutarmut, da die Parasiten die roten Blutkörperchen zerstören. An die lebensrettende Bluttransfusion zu kommen ist eine enorme Herausforderung, selten gibt es keine passende Transfusion auf Vorrat und man muss erst einen passenden Spender suchen.

Wie sich Rugiatu ins Leben zurück kämpft

Auf unsere Kinderstation in Makeni nehmen die Fälle der schweren Malaria-Erkrankung nun zu. Trotz der beschränkten medizinischen Ressourcen ist der Fall der kleinen Rugiatu ein Beispiel dafür, wie wir mit unserer Arbeit und ihrer kleinen Kämpferseele, ihr Leben retten konnten. Rugiatu wurde abends mit den typischen Symptomen der Malaria auf unserer Kinderstation aufgenommen, begleitet wurde sie von ihrer Oma. Die Mutter hat die Familie verlassen, der Aufenthalt des Vaters war auch nicht bekannt. Hohes Fieber, sehr schlapp, Appetitlosigkeit und extreme Blutarmut – der Verdacht der Malaria hatte sich im Labor-Schnelltest bestätigt. Noch am Abend konnte eine Bluttransfusion organisiert werden und die erste Gabe des Malaria-Medikaments wurde über die Vene verabreicht. Über Nacht verschlechterte sich ihr Zustand aber dennoch. Es gab neurologische Komplikationen und am nächsten Morgen war sie kaum mehr bei Bewusstsein und im Schock-Zustand. Ihr Puls ging extrem schnell und war kaum mehr zu fühlen, ihre Atmung angestrengt und ihre Sauerstoff-Sättigung im Blut war sehr niedrig, sodass wir sie an einen Sauerstoff-Konzentrator anschließen mussten.

Trotz ihres kritischen Zustands versuchte sie dennoch ihre letzten Kräfte zu mobilisieren und wehrte sich beim Legen der Magensonde und verfolgte jede unserer Bewegungen. Es gelang uns, das kleine Mädchen fürs Erste zu stabilisieren. Schnell war klar, dass sie eine weitere Bluttransfusion brauchte. Die Tante von Rugiatu hatte bereits am Vortag die Blutspende getätigt, kam also jetzt als Spenderin nicht noch einmal in Frage. Andere Verwandte und Bekannte lebten zu weit weg und konnten nicht kommen. Da unser Team selbst schon in der Klinik-Blutbank gespendet hat, gelang es uns zügig von dort eine Blutkonserve der passenden Blutgruppe zu organisieren. So konnten wir relativ zügig die nächste Transfusion starten.

Dann kam es zu einem etwas länger andauernden Stromausfall, was leider immer wieder hier passiert. Der Sauerstoff-Konzentrator hat keinen Akku und kann ohne Strom nicht arbeiten. Da Rugiatu aber immer noch dringend Sauerstoff-Zufuhr benötigte, haben wir sie kurzerhand notfallmäßig auf unsere neue Erwachsenen-Intensivstation verlegt, die an einen kleinen Generator angeschlossen ist und somit die Sauerstoff-Therapie gewährleistet werden konnte.

Mehrfach mussten wir ihr neue Zugänge legen, da ihre Venen sehr labil waren und die Tröpfe schon nach kurzer Zeit kaputt gingen. Über die Magensonde konnten wir sie vorerst nicht richtig ernähren, da sie sich leicht erbrechen musste. Mit dem Anti-Malaria-Mittel, zusätzlich Antibiotika und etwas Glucose-Lösung über die Vene waren unsere Therapiemöglichkeiten damit schon ausgeschöpft. Die Sauerstoff-Gabe konnte glücklicherweise ohne Probleme weitergeführt werden. Auch die hohen Fieberschübe bekamen wir einigermaßen in den Griff.

Wir wussten nicht, ob sie die nächsten Tage überleben würde, aber wir konnten zumindest alle uns zur Verfügung stehenden Mittel bestmöglich ausschöpfen. Und tatsächlich erholte sie sich ganz langsam von Stunde zu Stunde. Zwei Tage später war sie schon in der Lage regelmäßig die Sauerstoff-Brille abzunehmen und entschied dann selbst, dass sie auch die Magensonde nicht mehr brauchte – so zog sie sich diese in einem unbeobachteten Moment einfach selbst.

Nach drei Tagen konnten wir sie – ohne Sauerstoff – wieder auf die Kinderstation verlegen und am nächsten Morgen haben wir sie im Bett sitzend angetroffen – beim Essen einer großen Portion Reis. Mit Argusaugen beobachtet sie was wir wohl als nächstes mit ihr vorhatten, aber diesmal brauchten wir nicht mehr viel machen…außer sie nach Hause zu entlassen.

Gefahren der Infektion

Viel zu oft sehen wir leider auch Kinder, die an der heimtückischen Malaria-Infektion sterben. Es ist eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern hier in Sierra Leone. Die Aufnahme im Krankenhaus erfolgt zu spät, die Komplikationen sind zu gravierend oder die Therapie schlägt nicht wie erhofft an. Wir hier vor Ort können weiter versuchen die bestehenden Ressourcen zu nutzen und medizinisches Wissen nachhaltig weiter zu vermitteln und hoffen, dass eine flächendeckende Impfung zeitnah möglich sein und Leben retten wird.

Feuer in Marbella

von Dennis Wellmann

Es hat wieder gebrannt in Freetown. Diesmal im größten Slum der Stadt, gelegen an der Atlantikküste, unweit unseres Straßenkinderprojektes Pikin Paddy.

Betroffen sind nach offiziellen Schätzungen über 2.000 Menschen. Mehr als die Hälfte davon sind Kinder, Schwangere und stillende Mütter.

Das Feuer brach am Morgen des 3. April aus. Vermutlich entzündete sich das Feuer aus Palmöl, einem lokalen Grundnahrungsmittel, das außerdem sehr leicht entzündlich ist und in Kanistern aufbewahrt wird. Da in den Morgenstunden die meisten Menschen auf dem Markt sind, um zu arbeiten und einzukaufen, wurde das Feuer erst spät bemerkt.  Auch die Familie eines unserer lokalen Mitarbeiter ist leider von dem Brand betroffen.  Das ist umso tragischer, da dieser gerade Vater von Zwillingen geworden ist.

Wir haben zusammen mit der Gemeinde einen Notfallplan für die Versorgung der Bedürftigen und Betroffenen des Brandes  aufgestellt.

Dieser sieht vor, einen Unterschlupf für die  schutzbedürftigsten Menschen dort bereitzustellen, d.h. für Kinder und Schwangere. Dafür haben wir Baumaterialien für eine Unterkunft organisiert, um die Menschen vor Regen und Sonne zu schützen.

Da  aufgrund des Feuers die Wasserpumpen beschädigt wurden, haben wir auch Trinkwasser zur Verfügung gestellt. Das Welthungerhilfeprogramm der Vereinten Nationen übernahm die weitere Versorgung.

Sorgen macht uns noch der hygienische Aspekt. Alle Toiletten sind in diesem Bereich abgebrannt. Dafür wollen wir mithilfe der Community behelfsmäßige Toilettenhäuser bauen, die unter unserer Aufsicht regelmäßig gereinigt werden. Auch werden wir dafür Desinfektionsmittel und sonstiges Material zur Verfügung stellen, um einen möglichen Choleraausbruch zu verhindern.

Erst im vergangenen Dezember gab es ein zerstörerisches Feuer im Slum Angola Town, mitten in der Stadt. Damals hatten wir die Hilfsorganisation Don Bosco mit Material und Hygiene-Training unterstützt. Da dort über 300 Menschen auf engstem Raum zusammenleben, wäre ein Choleraausbruch verheerend gewesen. Durch unsere Hilfe konnte dies jedoch verhindert werden. Mittlerweile konnten die Bewohner von Angola Town  ihre Heimstatt wieder aufbauen oder sind in andere Gebiete gezogen.

Nach dem Feuer im Slum von Marbella gilt unser besonderes Augenmerk zurzeit den Kindern und der allgemeinen Hygiene. Wir sind noch weit von einer zufriedenstellenden Situation entfernt, allein die Zahl der betroffenen Menschen ist schwindelerregend. Zumindest eine größere Katastrophe konnten wir mit unseren Notfall-Maßnahmen erst einmal abwehren.

 

Feuer im Armenviertel Freetowns

von Dennis Wellmann

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Es war Anfang Dezember, als ein Feuer die Menschen überraschte. In der Siedlung Angola Town, einem Armenviertel mitten im Herzen Freetowns, zerstörte es das Zuhause von über 500 Menschen. Das von Don Bosco betriebene, der Siedlung direkt gegenüber liegende Heim für Straßenkinder, nahm vorübergehend die Kinder und deren Familien auf. Ein Heim, das eine Kapazität für 30 Kinder und nochmal so vielen Beschäftigte hat, musste nun für über 300 Menschen Obdach und Verpflegung organisieren.

Die größte Sorge galt dem möglichen Ausbruch von Krankheitserregern wie Cholera, denn die Menschen leben hier auf engstem Raum zusammen und die sanitären Anlagen sind für die hohe Anzahl an Menschen nicht ausreichend.

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Bereits während der Ebola-Epidemie kooperierte Cap Anamur mit Don Bosco und so war es selbstverständlich, unsere Hilfe anzubieten. Nach unserem ersten Gespräch war klar, dass wir uns um die hygienischen Aspekte kümmern würden. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Kleidung war bereits durch andere Organisationen abgedeckt.

Die größte Herausforderung war, dass wir keine Latrinen errichten konnten, da es sich bei dem Heim um einen geschlossenen Gebäudekomplex handelt. Und aus Sicherheits- und hygienischen Aspekten war es auch nicht ratsam, die Menschen ein- und ausgehen zu lassen. Wir mussten also mit den Toiletten und Duschen auskommen, die verfügbar waren. So organisierten wir zunächst 12 Kartons Seife, eine Tonne Chlor, Handschuhe, diverses Reinigungsmaterial inklusive eines Behälters für Frischwasser und Desinfektionsmittel sowie Schutzkleidung und platzierten sie an wichtigen Orten, zum Beispiel in jeder Schlaf- und Esseinheit sowie an sämtlichen Toiletten. Jeder ist beim Ein- und Austritt verpflichtet, sich die Hände zu waschen. Parallel wurden die Toilettenanlagen drei- bis viermal am Tag mit Chlor desinfiziert. Bei Bedarf auch öfter.

Um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu stärken, haben wir Aufklärung zum Thema Hygiene betrieben und den Großteil der Angola-Town-Bewohner und die Don-Bosco-Mitarbeiter in Reinigung und richtiger Dosierung der Desinfektionsmittel geschult. Alle waren sehr motiviert und froh, die Präventionsmaßnahmen unterstützen zu können.

Wie es für die Menschen aus Angola Town weitergehen wird ist bis jetzt noch nicht sicher. Fürs erste jedoch konnten wir ihnen die Sorge über eine Ausbreitung von Infektionskrankheiten nehmen.

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Welttoilettentag

von Dennis Wellmann

Am 19. November war der Welttoilettentag. Was sich zunächst ein wenig banal anhört, hat einen ernsten Hintergrund. Noch immer hat gut ein Drittel der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Die Folgen sind die vermehrte Ausbreitung von Infektionskrankheiten und die Verunreinigung von Trinkwasser. Insbesondere in Slumgebieten, wo oft viele Menschen auf engsten Raum leben, sind sanitäre Anlagen, in denen Abwasser und Frischwasser getrennt fließen, schlicht nicht vorhanden.

Seit 2013 ist der Welttoilettentag von den Vereinten Nationen als Welttag anerkannt worden. Und er macht bewusst, dass funktionierende sanitäre Einrichtungen nicht selbstverständlich sind und viele Menschen auch heute noch darauf verzichten müssen.

Wie wichtig eine funktionierende Toilette ist, sehen wir an unserem Hygiene-Projekt in den Slums von Freetown, dass wir als präventive Maßnahme während der Ebola-Epidemie gestartet haben und bis heute betreiben. Insgesamt werden dort zehn Toilettenhäuser von 26 lokalen Mitarbeitern drei- bis viermal am Tag gereinigt. Etwa 2.000 Menschen besuchen diese Toiletten am Tag. Mit diesen einfachen Maßnahmen konnte neben anderen Krankheitserregern auch das Ebola-Virus in diesen Slums eingedämmt werden – in einer Gegend, die von der Weltgesundheitsorganisation als Hochrisikogebiet eingestuft worden war.

Es lohnt sich also, innezuhalten und dankbar dafür zu sein, dass unsere Toiletten Tag für Tag unsere biologischen Abfälle auffangen und wir uns keine Sorgen um unsere Gesundheit machen müssen. Vielen Dank, liebes Klo!

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Ebola: Ein Jahr danach

von Dennis Wellmann

Vor einem Jahr, am 7. November 2015, verkündeten die Weltgesundheitsorganisation und der Präsident von Sierra Leone,  Ernest Bai Koroma, das offizielle Ende der Ebola-Epidemie in Sierra Leone.

Offizielle Zahlen belegen, dass allein in Sierra Leone etwa 3.960 Menschen ihr Leben durch das Ebola-Virus verloren haben. 14.123 Menschen wurden infiziert und müssen bis heute mit den Nachwirkungen leben.  Die vorher schon ohnehin unzureichende Infrastruktur des Landes musste durch die Epidemie einen regelrechten Knock-out hinnehmen. Das Gesundheitssystem kann sich nun noch weniger um die wirklich bedürftigen Menschen kümmern. Zahlreiche Mediziner und Pflegekräfte sind während der Epidemie infiziert worden und daran verstorben.

Heute fehlt es also vor allem an qualifiziertem Personal, das jetzt wieder ausgebildet und so schnell wie möglich zum Einsatz kommen muss.

Zum Anderen hat die Ebola-Epidemie eine enorm wichtige soziale Sicherungsstruktur der Menschen angegriffen: die Familienstruktur. Sie war es, die den Menschen in schwierigen Zeiten Unterstützung und Halt garantiert hat. Viele Familien wurden jedoch auseinandergerissen. Väter oder Mütter, die für das Einkommen verantwortlich waren, verstraben, viele Kinder wurden zu Waisen.

In unserer täglichen Arbeit setzen wir an eben diesen Punkten an: Wir unterstützen das angeschlagene Gesundheitssystem, indem wir den ärmsten eine freie Basisgesundheitsversorgung anbieten und gleichzeitig Strukturen aufbauen, indem wir medizinisches und Pflegepersonal in Organisation und Planung beraten.

Mit unserem Straßenkinderprojekt Pikin Paddy stellen wir uns dem sozialen Unglück dieses Landes entgegen, indem wir Kindern, die aus vielfältigen Gründen auf der Straße leben müssen, nicht nur ein Dach über dem Kopf und drei Mahlzeiten am Tag bieten, sondern auch eine Perspektive, indem wir es ihnen ermöglichen, eine Schulausbildung oder eine praktische Ausbildung zu machen. Nach dem Prinzip „Fördern & Fordern“ betreuen lokale Sozialarbeiter diese Kinder und stehen ihnen bei Schwierigkeiten zur Seite.

All dies erfordert Geduld und Beharrlichkeit. Aber wir alle hier stellen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vor.

 

Ein Ort der Unfreiheit

von Dennis Wellmann

„Warum schläfst du auf der Straße?“, fragt eine empathische Stimme, aber nicht ohne einen gewissen Nachdruck. „Weil ich nicht mehr nach Hause will, da bekomme ich nichts zu essen“, antwortet es leise und erschöpft. Eine von vielen möglichen Antworten auf die Frage, warum Kinder und Jugendliche auf der Straße leben, ja, es sogar manchmal vorziehen, dort ihr Leben zu verbringen. Es scheint absurd, dass man es vorzieht, die Nächte auf kalten Steinen oder brüchigem Holz zu verbringen, anstatt in der Geborgenheit einer Familie. Was aber, wenn es diese Geborgenheit nicht gibt und man gezwungen ist, das familiäre Heim zu verlassen und fortan auf der Straße herumzuirren?

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Sozialarbeiter, die jahrelange Erfahrungen in der Arbeit mit Straßenkindern vorweisen können, berichten von mehreren Faktoren, die Einfluss haben, ob ein Kind auf der Straße landet.

Zunächst einmal ist es die Armut, die großes Gewicht hat. Sierra Leone gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Der jahrelange Bürgerkrieg, eine verheerende Ebola-Epidemie und eine ineffiziente Politik und Ökonomie, haben die Infrastruktur vollends kollabieren lassen. Der Alltag der meisten Sierra Leoner ist vom Überleben durch Subsistenzwirtschaft geprägt. Gerade in den ländlichen Gebieten ist die Infrastruktur nur unzureichend ausgebaut. Schulen sind teilweise meilenweit entfernt. Zwar gibt es Infrastrukturprogramme durch ausländische Firmen, meist von chinesischen Unternehmen. Dennoch sind wir hier noch weit entfernt, um von einem nachhaltigen sozialen System sprechen zu können. Vielmehr ist sich hier jeder selbst der Nächste, beziehungsweise ist die Familie das soziale System des Einzelnen. Ist dieses System zerstört, beispielsweise durch den Tod von Familienangehörigen durch Krieg oder Epidemien, sind Individuen gezwungen, sich ihren Unterhalt anders zu organisieren. Das kann dazu führen, dass manche Kinder die Situation als so ausweglos beurteilen, dass sie keinen anderen Weg sehen, als von zu Hause abzuhauen und ihr „Glück“ außerhalb des Heimes zu versuchen. Leider ist das in den meisten Fällen kläglich zum Scheitern verurteilt.

Viele Kinder wagen dann auch den weiten Weg aus der Einöde in die große Stadt Freetown, wo sie sich erhoffen, dass dort alles besser wird. In der Realität finden sich die Kinder dann allein mitten in einem Gewusel von Menschen wieder, manchmal tagelang, bis sich dann jemand ihrer annimmt.

Die Armut befällt auch die bildungshungrigen Kinder des Landes. Wenn die Familie die Uniform, die Schulgebühren oder die Bücher nicht bezahlen kann, muss das Kind die Schule verlassen und zum Familieneinkommen beitragen.

Ein anderer Faktor ist die Angst vor Ausgrenzung. Nicht wenige Kinder übernachten auf der Straße, weil sie Angst haben zu ihren Familien zurückzukehren. Wieso das? Aus Scham. Wir hören sehr oft, dass Kinder während eines Einkaufs Geld verloren haben oder es ihnen geklaut worden ist. Aus Angst vor Strafe, entscheiden sich die Kinder dann doch lieber auf der Straße zu bleiben, bis diese dann von einem Polizisten aufgegriffen oder von uns gefunden und in unser Center gebracht werden. Unsere Sozialarbeiter übernehmen dann die Gespräche mit den Verwandten, die dann meistens überglücklich sind, dass ihrem Kind nichts passiert ist.

Sehr oft erleben wir auch, dass sich Kinder von anderen, oft größeren Jungen, beeinflussen lassen. Sie schnuppern dann den Duft der „Freiheit der Straße“. Keine Verantwortung, keine Arbeit, keine Anweisungen von irgendwem. Einfaches, selbstbestimmtes Leben. Tun, was immer man tun will. Doch das ist ein fataler Freiheitsbegriff. Und leider erliegen ihm Kinder immer häufiger. Denn egal, wie einfühlsam man mit den Kindern umgegangen ist, wie viel Zeit man mit ihnen verbracht hat, manchmal entscheiden sich Kinder gegen die Familie, oder „Zwang“, wie sie es nennen, und für das Leben auf der Straße, die vermeintliche Freiheit.

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Es tut natürlich bei jedem einzelnen Kind sehr weh, dabei zu zusehen, wie es sein Leben aus der Hand gibt. Und da wir wissen, dass Kinder ihre Entscheidungen eher selten aus Vernunftsgründen treffen, sondern eher aus dem Bauch heraus, geben wir den Kindern mehrere Chancen, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Um es vorweg zu nehmen, nicht wenige Kinder nutzen diese Chancen dann auch, einige dann leider doch nicht. Diese müssen wir dann ziehen lassen, da Zwang erstens nicht zu unserem Konzept gehört und wir zweitens keine staatliche Exekutivgewalt besitzen.

Es ist eine komplexe Angelegenheit zu verhindern, dass Kinder wieder zurück auf die Straße gehen.  In unserem Projekt arbeiten wir deshalb mit einem multivariaten Ansatz. Da ist einmal die psychosoziale Betreuung von Kindern und deren Verwandten durch qualifizierte und erfahrene Sozialarbeiter. Wir ermöglichen den Kindern außerdem in ihrem Alltag eine feste Struktur, solange sie bei uns im Center sind, in der zum einen gewisse Pflichten wie der Besuch unserer Schule gehören und zum anderen auch die Möglichkeit gegeben wird, einfach Kind zu sein und zu spielen.

Ein wichtiger Grundpfeiler unseres Konzepts ist die Nachsorge, wenn die Kinder wieder zurück zu ihren Familien zurückgekehrt sind.  Unsere Sozialarbeiter kontrollieren bei jedem unserer Kinder die Entwicklung zu Hause in den Familien und intervenieren bei Problemen sofort. Unsere Sozialarbeiter sind aber dabei keine Einzelkämpfer. Alle Probleme, die bei der Arbeit mit den Kindern und Familien  auftreten, werden im Team besprochen und gemeinsam nach Lösungsansätzen gesucht.

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Wir stellen uns dabei auch dem Faktor Armut entgegen. Die Familien, denen die Mittel für die Schulausbildung des Kindes fehlen, unterstützen wir, indem wir uns um Uniformen, Schultaschen, Bücher und Schulgebühren kümmern.

Es ist ein harter Kampf um jedes einzelne Kind. Am Ende entscheidet es das Kind selbst welchen Weg es nimmt. Unser Beitrag ist es, dem Kind ein paar schwere Steinbrocken auf dem Weg seines Lebens aus dem Weg zu räumen und klarzumachen, dass die Straße ein Ort der Unfreiheit ist.

 

 

 

Mitarbeiter des Monats

von Kristian Weihers

Die Krankenschwestern und  -pfleger im Makeni Regional Hospital  leisten schwere Arbeit. Einige von ihnen werden nicht vom Staat bezahlt, kommen aber trotzdem täglich ins Krankenhaus um die Patienten zu versorgen. Diese Mitarbeiter hat Cap Anamur auf eine Freiwilligenliste genommen und zahlt ihnen ein monatliches Gehalt.

Unter diesen Bedingungen ausreichend Motivation aufzubringen, um die teils sehr beschwerliche Arbeit erledigen zu können, ist nicht einfach. Hinzu kommen fehlende Ressourcen, häufig schwer kranke Patienten und ein größerer Aufgabenbereich, als es bei Schwestern und Pflegern in Deutschland üblich ist.

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Das Regionalhospital von Makeni

Um die Motivation unserer einheimischen Kollegen zu steigern und ihnen Wertschätzung für ihren Einsatz entgegen zu bringen, hat das Cap-Anamur-Team in Makeni in Zusammenarbeit mit dem Management des Krankenhauses ein Konzept entwickelt: In Abhängigkeit von den Leistungen in verschiedenen Bereichen wie Hygiene, Qualität der Pflege, Pünktlichkeit und Regelmäßigkeit der Arbeit, Teilnahme an Meetings und einigen weiteren Kriterien wird nun monatlich die beste Station und unabhängig davon die beste Pflegekraft des Krankenhauses gewählt.

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Sowohl für die Station als auch die Pflegekraft des Monats gibt es jeweils eine Urkunde sowie individuelle Preise für jeden einzelnen Mitarbeiter der Station. Im September fand die erste Wahl statt. Bei der Preisverleihung herrschte eine euphorisierte Stimmung und es war deutlich zu spüren, wie positiv diese neue Belohnungs- und Motivationsmaßnahme von den Mitarbeitern gesehen wird.

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Im Makeni Regional Hospital gibt es noch einen langen, steinigen Weg zu gehen, um die Versorgung der Patienten weiterhin zu optimieren. Deswegen ist es wichtig, jedem einzelnen Mitarbeiter zu signalisieren, dass er wahrgenommen wird und seine Arbeit wertgeschätzt wird. Mit Hilfe der privaten Spender von Cap Anamur konnte unser Team hier einen weiteren, erfolgreichen Schritt tätigen.

Der Tag des Afrikanischen Kindes

von Dennis Wellmann

Sie wollten für eine gerechtere Bildungspolitik protestieren und wurden dafür gewaltsam von der bewaffneten Staatsmacht der Apartheidsregierung von Südafrika niedergemetzelt.

Als am 16. Juni 1976 tausende von Studenten in Soweto auf die Straße gingen, ging es nicht um einen Putschversuch, einen Sturz der Regierung. Die jungen Menschen forderten lediglich ihr Recht auf faire Bedingungen für ihre Ausbildung ein. Afrikaans war laut Gesetz Amtssprache an Schulen und Universitäten, die Sprache der weißen Oberschicht. Somit blieb eine Ausbildung für die Mehrheit der schwarzen Bevölkerung unerreichbar, ebenso wie die Chance auf ein besseres Leben.

Die blutige Niederschlagung des Protests gilt unter Historikern als der Anfang vom Ende der Apartheid in Südafrika. Seit 1991 wird auf dem afrikanischen Kontinent an die Ereignisse vom 16. Juni 1976 erinnert und sind als Day of the African Child bekannt. In Südafrika ist dieser Tag ein öffentlicher Feiertag. In Sierra Leone gilt dieser Tag zwar nicht als Feiertag, wird von der Regierung aber mit Feierlichkeiten begangen.

Auch bei uns im Projekt Pikin Paddy ist der Tag etwas Besonderes und wir haben uns ein spezielles Programm ausgedacht. Neben einem guten Essen steht das Gedenken an die Opfer des 16. Juni 1976 im Mittelpunkt. Dabei vermitteln wir den Kindern, dass Bildung ein Grundrecht ist, auf das alle Kinder einen Anspruch haben. Das aber ist leider nur graue Theorie. Immer noch brechen zu viele Kinder die Schule ab, die meisten aufgrund der prekären finanziellen Situation ihrer Familie.

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Die Vermittlung geschieht einerseits durch klassischen Frontalunterricht durch die Sozialarbeiter, Lehrer und mich. In den letzten Wochen aber haben wir mit unseren Kindern einen Theaterworkshop ins Leben gerufen. Ich hatte die Idee, dass die Kinder mit unserer Anleitung eigene Theaterstücke schreiben und aufführen könnten. Eine hanebüchene Idee. Sogar ich selbst stand ihr eher skeptisch gegenüber. Aber einen Versuch war es allemal wert.

Zunächst gaben wir den Kindern das Thema vor. Sie sollten erzählen, warum sie auf der Straße gelandet sind. Das Ergebnis war ein zweiteiliges Stück, das Auskunft über das Leben eines Straßenkindes gab. Der erste Teil handelt von einem jungen Mädchen, das gerne zur Schule gehen möchte, von ihrer Stiefmutter aber nicht gelassen wird, weil das Mädchen zum Einkommen der Familie beitragen muss. Sie muss Trinkwasserbeutel auf dem Markt verkaufen. Als ihr das eingenommene Geld von einem Straßendieb abgenommen wird, hat das Mädchen Angst nach Hause zu gehen, traut sich dann aber doch. Zuhause wird sie von ihrer Stiefmutter geschlagen. In der Folge entscheidet sich das Mädchen auf die Straße zu gehen.

Der zweite Teil beschreibt das Leben eines Jungen, der seine gesamte Familie durch Ebola verloren hat. Weil er nun gezwungen ist, für sich zu sorgen, geht er auf die Straße und schlägt sich allein durchs Leben .

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Es ist bemerkenswert mit welcher Selbstreflektion die Kinder an den Stücken arbeiteten. Offen berichteten sie von ihren Erlebnissen, zeigten uns ihren Beitrag und Willen, ihr Leben zu ändern.

Unser künstlerischer „Ausflug“ soll nicht der letzte dieser Art gewesen sein. Das kleine Theaterprojekt wurde sehr gut von den Kindern und auch von den Mitarbeitern aufgenommen. Die Mühe hat sich gelohnt. Ich hoffe, dass wir den Kindern dadurch ein wenig Selbstbewusstsein gegeben haben.

Es ist zwar eine Binse, dass Kinder die Zukunft einer Gesellschaft darstellen. Es ist aber eine Schande, dass Millionen Kinder weltweit immer noch eine gerechte Ausbildung verwehrt wird, aus welchen Gründen auch immer.

Der 16. Juni 1976 erinnert und mahnt uns.

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